Tahiti - Friedrich Gerstäcker - Страница 1 из 612


getrieben, dazu die Obersegel fest, ja sogar noch mit einem Reff im
Kreuzsegel, das vor einigen Abenden hineingenommen und bislang nicht
entfernt wurde, kam ein schwerfälliges, schmutzig aussehendes
Schiff langsam mit dem Wind nach Süden herunter. Es näherte
sich einer in der Ferne eben sichtbar werdenden kleinen, hohen Insel
der Cooks-Gruppe. Schon die großen, fettigen Stellen in den
Segeln, auf denen die Leute nach dem Tranauskochen beim Reffen
allabendlich gelegen hatten, verrieten den Walfischfänger,
hätten ihn nicht auch die an besonderen Kranen längsseits
hängenden Boote, die zudem noch auf Querstützen an Bord
besonders gehalten wurden, gekennzeichnet. Andere Fahrzeuge besuchten
auch selten diese Gewässer, und selbst die Walfischfänger
nur in den Monaten Januar und Februar, ehe sie wieder mit anbrechendem
Frühling nach Norden gingen, um die einträglichere,
zumindest ergiebigere Jagd der »rechten Walfische« der auf
Sperm-Wale vorzuziehen. Es war diesmal aber noch ziemlich früh in
der Jahreszeit, und der »Delaware«, wie der
Walfischfänger getauft worden war, hatte zunächst
beabsichtigt, Tahiti anzulaufen. Durch den starken Ostpassat aber und
die klein geführten Segel in der starken
Äquatorialströmung gegen sich zuviel nach Westen versetzt,
mußte er erst wieder nach Süden hinunter, um etwas mehr in
die Region der veränderlichen Winde zu kommen oder um auch
vielleicht einen der dann und wann einsetzenden Westwinde zu nutzen.


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