Unter den Pehuenchen - Friedrich Gerstäcker - Страница 1 из 499


Volksstamm, der seinen Aufenthalt in Südamerika auf der Ostseite
der Kordilleren, und zwar südlich von dem bei Carmen in den
Atlantischen Ozean mündenden Kusu leufu oder Schwarzen
Fluß, hat. Sie streifen wohl zuzeiten auch nördlich
darüber hinaus, aber sie beanspruchen das Gebiet nicht.
Südlich werden sie von den patagonischen Stämmen begrenzt,
mit denen sie aber nicht in großem Verkehr stehen. Allerdings
besteht ihr Hauptstamm aus verschiedenen Horden, die auch für
sich andere Namen führen; da sie aber einen einzigen erblichen
Oberhäuptling oder Kaziken, den sogenannten Apo, anerkennen,
nennen sie sich gemeinsam Pehuenchen und werden besonders auch von den
Nachbarn so genannt. Die Pehuenchen kommen nur auf ihren Wanderungen
nach der Westseite der sie von den Araukanos und Huilliches trennenden
Kordilleren. 1. Kapitel Über die Kordilleren
sandte die Sonne ihre ersten Strahlen und beleuchtete, hoch in den
Bergen drinnen, ein ebenso eigentümliches als wildes Bild.
Inmitten eines weiten Rohrbruchs, der sich über den ganzen Hang
zog, und aus welchem mächtige Buchen- und Lorbeerbäume
emporwuchsen, lagerte ein Schwarm von trotzigen braunen Gestalten um
fünf oder sechs Feuer, die an verschiedenen Stellen
angezündet, aber jetzt schon fast niedergebrannt waren,
wenigstens nicht mehr mit dem überall umhergestreuten trockenen
Holz genährt wurden. Die Schar richtete sich auch augenscheinlich


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