Wald und See - Gustaf af Geijerstam - Страница 1 из 266


1905 Liebe 1. Fruchtbar war die Gegend nicht. Es
wuchs meist Wald da, und der Wald war just nicht der beste. Zudem war
der Boden zu steinig und die Leute, die auf eigener Scholle in Furumon
lebten, mußten sich hart ums Brot plagen, wenn die Saat ihnen
Ernte geben sollte. Mitten durch Furumon ging mit rinnenden Wellen
ein Fluß. In seinem untern Lauf ward der Fluß zum Strom
und gab reichlich Lachs. Die Leute, die dort an den Ufern lebten,
hatten aus Hof und Lachsnetz guten Ertrag. Der Strom war da breiter,
die Landschaft ringsum üppiger, mit Wiesen und
Buchenwäldern, die Äcker waren steinfrei und trugen reiche
Ernten. Aber oben in Furumon war der Fluß schmal und seicht,
durch die dunkelrieselnden Wasser schimmerte ein steiniger Sandgrund,
die Äcker rundum waren voll von Steinen, darum wuchs die Saat
dünn und die Ernte war knapp. Wo die Äcker aufhörten,
schloß sich der Wald buschig und dicht um den Fluß und
erstreckte sich meilenweit, mit Bergrücken und Gipfeln. Wo
der Wald sich um die Äcker schloß, lagen zwei alte
Bauerngüter; nur wenige Minuten Wegs waren zwischen der Tür
des einen und der des andern. Sie lagen auf je einer Flußseite,
da, wo der Fluß sich zusammenzog, und an der schmalsten Stelle
war eine Brücke gebaut, die von beiden Höfen gemeinsam
unterhalten wurde. Abgesondert vom ganzen Sundboer Kirchsprengel, wie
auch vom Dorf bei der Kirche, lag Furumon, und wenn man an einem


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