Die Laune des Verliebten - Johann Wolfgang von Goethe - Страница 1 из 26


Schäferspiel in Versen und einem Akt Personen Egle
Amine
Eridon
Lamon Erster Auftritt
Zweiter Auftritt
Dritter Auftritt
Vierter Auftritt
Fünfter Auftritt
Sechster Auftritt
Siebenter Auftritt
Achter Auftritt
Letzter Auftritt Erster Auftritt Amine und
Egle sitzen an der einen Seite des Theaters und winden Kränze.
Lamon kommt dazu und bringt ein Körbchen mit Blumen. Lamon
indem er das Körbchen niedersetzt.
Hier sind noch Blumen. Egle.
Gut! Lamon.
Seht doch, wie schön sie sind!
Die Nelke brach ich dir. Egle.
Die Rose! – Lamon.
Nein, mein Kind!
Aminen reich ich heut das Seltene vom Jahr;
Die Rose seh ich gern in einem schwarzen Haar. Egle.
Und das soll ich wohl gar verbindlich, artig nennen? Lamon.

Wie lange liebst du mich schon, ohne mich zu kennen?
Ich weiß es ganz gewiß, du liebst nur mich allein,
Und dieses muntre Herz ist auch auf ewig dein,
Du weißt es. Doch verlangst du mich noch mehr zu binden?
Ist es wohl scheltenswert, auch andre schön zu finden?
Ich wehre dir ja nicht, zu sagen: der ist schön,
Der artig, scherzhaft der; ich will es eingestehn,
Nicht böse sein. Egle.
Sei's nicht, ich will es auch nicht werden.
Wir fehlen beide gleich. Mit freundlichen Gebärden


-10     пред. Страница 1 из 26 след.     +10