Die Weltwanderer - Karl Adolph Gjellerup - Страница 1 из 608


But there are wanderers o'er eternity –
Byron Erstes Kapitel »Und er lüftete
den Schleier –« Wie der erste Atemzug eines aus tiefer
Ohnmacht Erwachenden strich der Lufthauch durch die Veranda in das
Gartenzimmer des Bungalow, wo er die feinen Stirnhaare eines jungen
Mädchens wie Spinngewebe flattern ließ – das Einzige,
das er weit und breit bewegte. Erst der zweite Hauch versetzte die
silbernen Blätter des Pipalbaumes links von der Treppe in ein
leises Zittern, das dem Auge als ein blendendes Flimmern, dem Ohr als
das plötzliche Niederrieseln eines Regenschauers bemerkbar war.
Erst er wurde auch als Kühlung verspürt von dem lesenden
Mädchen, dem er einen kleinen Seufzer der Erfrischung entlockte
und bis zu einer unwillkürlichen Bewegung belebte, die den
Bambusstuhl, in dem sie zurücklehnte, leise erknarren ließ.
Ihr Gegenüber aber, ein vierschrötiger Mann, dessen
Stirn nur wenig Haare dem Windhauch zum Spiele bot, während der
reichlich vorhandene, graugesprenkelte Bart zu borstig war, um sich
dazu herzugeben, schien jetzt auch so weit belebt zu werden, daß
er zu einem vorübergehenden körperlichen Bewußtsein
gelangte. Denn ohne noch den Blick von den Palmblattstreifen
wegzuwenden, die einen kleinen länglichen Stoß vor ihm auf
dem Tische bildeten, ergriff er mit der rechten Hand ein daneben
liegendes Seidentuch und rieb sich damit die bucklige und etwas


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