Der Landprediger von Wakefield - Oliver Goldsmith - Страница 1 из 277


Eine Erzählung Uebersetzt von Ernst Susemihl.
Mit Illustrationen von Ludwig Richter. Stereotyp-Ausgabe.
Berlin.
Verlag von A. Hofmann & Comp. 1853.
Vorwort. Gewiß sind
hundert Fehler in diesem Buche, und hundert Dinge ließen sich
sagen, zu beweisen, daß es Schönheiten sind. Doch das ist
nutzlos. Auch bei vielen Mängeln kann ein Buch unterhaltend sein,
und dagegen sehr langweilig, ohne eine einzige Abgeschmacktheit. Der
Held dieser Erzählung vereinigt die drei größten
Charaktere auf Erden in sich: er ist Geistlicher, Landwirth und
Familienvater. Er ist geschildert: eben so bereit zu lehren, als zu
gehorchen, eben so demüthig im Glück, als groß im
Mißgeschick. Wem kann aber in diesem Zeitalter des Ueberflusses
und der Verfeinerung ein solcher Charakter gefallen? Wer ein vornehmes
Leben liebt, wird sich mit Verachtung von seinem einfachen
ländlichen Herde hinwegwenden. Wer Zoten für Humor
hält, wird keinen Witz in seinem harmlosen Gespräche finden;
und wer gelernt über Religion zu spotten, wird den Mann
verlachen, der seine vorzüglichsten Trostgründe aus dem
künftigen Leben schöpft. Oliver Goldsmith.
Erstes Kapitel. Schilderung der Familie von
Wakefield, in der eine Familienähnlichkeit in Betreff der
Gemüther und Personen herrscht. Ich war stets der


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