Gedichte - (Johann Christoph) Friedrich Haug - Страница 1 из 24


    Ein Gläschen ist gut, und ein Liebchen ist
gut
Und ein Pfeifchen ist gut in des Sommers Gluth,
Und die Welt ist gut, und das Volk ist gut,
Und wir Alle sind gut in der Schatten Huth
Für lustigen Muth ist ein Humpen gut,
Und köstlicher Wein darin,
Und Wunder thut Gesang, ist er gut:
Drum endet mit dem Beginn:
Ein Pfeifchen ist gut in des Sommers Gluth,
Ein Gläschen ist gut, und ein Liebchen gut.
Ein Freund ist gut, wenn er resolut
Weiht dem Freund in Nöthen sein Gut und Blut.
Die Justiz ist gut, wenn die Börse nicht ruht,
Und der Kläger schon oft den Richter lud.
Xantippen sind gut in des Grabes Huth,
Und Schelm' auf dem Rabenstein.
Ein Thor ist zum Narrenseile gut.
Gut sang ich – drum schenket mir ein!
Denn ein Gläschen ist gut in des Sommers Gluth,
Und ein Pfeifchen gut, und ein Liebchen gut!
Friedrich Haug Mein erstes Sonetto NB. Improvisirt
        Wohlauf! mein Geist! – Ein
Probsonetto!
Ein göttliches! – Ich sinn' und trachte –

Noch mehr Champagner, Benedetto!
Ei, ei! Vier Zeilen, eh ich's dachte. Ein Liebchen war
Petrarchs Oggetto;
Ruhm, Nachruhm ist's, was ich erschmachte.
Den zweiten Tiek heg' ich in Petto.
Wie köstlich! schon der Zeilen achte! Nur


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