In der Prairie verlassen - Bret Harte - Страница 1 из 175


die in der Entfernung einen bläulichen Schimmer annahm und da und
dort dunkle Flecken zeigte, die wie Wasser aussahen; zuweilen eine
ausgetretene Stelle, die in unregelmäßigem Kreis vom Feuer
versengt und rauh geschwärzt war, und wo ein Fetzen
Zeitungspapier, ein alter Lumpen oder eine zerbrochene Blechdose in
der Asche lagen; jenseits dieser grauen Fläche eine dunkle Linie,
die abends in die Erde zu versinken schien und mit dem ersten
Morgengrauen wieder emporstieg, aber immer gleich hoch und immer in
der nämlichen Entfernung blieb; das Gefühl, sich mit
unbestimmter Absicht unablässig vorwärts zu bewegen, aber
jede Nacht auf demselben Fleck, in der nämlichen Umgebung, zu den
nämlichen Leuten, den nämlichen Betttüchern und dem
nämlichen gräulichen schwarzen Sofa, das von oben
herabgelassen wurde, zurückzukehren; im Mund und auf den Lippen
ein kalkiger Geschmack von Staub, die Finger immer rauh und sandig von
Erde, und alles durchdrungen von Hitze und Viehgeruch. Das war
die Prairie, wie sie zwei Kindern unter der Blahe eines
Auswandererwagens über den eintönig nickenden
Häuptern hartziehender Ochsen im Sommer 1852 erschien.
Schon seit vierzehn Tagen hatten sie das nämliche Bild
unveränderlich vor Augen, und es setzte sie weder in Erstaunen,
noch kam ihnen seine Einförmigkeit klar zum Bewußtsein.
Wenn sie es, neben dem Wagen hergehend, von der Straße aus
betrachteten, so brachte nur ihr Gespann selbst einen neuen Zug


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