Die Bergwerke zu Falun - E.T.A. Hoffmann - Страница 1 из 42


zu Göthaborg auf der Reede versammelt. Ein reicher
Ostindienfahrer, glücklich heimgekehrt aus dem fernen Lande, lag
im Klippahafen vor Anker und ließ die langen Wimpel, die
schwedischen Flaggen, lustig hinauswehen in die azurblaue Luft,
während hunderte von Fahrzeugen, Booten, Kähnen,
vollgepfropft mit jubelnden Seeleuten, auf den spiegelblanken Wellen
der Göthaelf hin und her schwammen und die Kanonen von
Masthuggetorg ihre weithallenden Grüße
hinüberdonnerten in das weite Meer. Die Herren von der
ostindischen Kompanie wandelten am Hafen auf und ab und berechneten
mit lächelnden Gesichtern den reichen Gewinn, der ihnen geworden,
und hatten ihre Herzensfreude daran, wie ihr gewagtes Unternehmen nun
mit jedem Jahr mehr und mehr gedeihe und das gute Göthaborg im
schönsten Handelsflor immer frischer und herrlicher
emporblühe. Jeder sah auch deshalb die wackeren Herrn mit Lust
und Vergnügen an und freute sich mit ihnen, denn mit ihrem Gewinn
kam ja Saft und Kraft in das rege Leben der ganzen Stadt. Die
Besatzung des Ostindienfahrers, wohl an die hundertundfünfzig
Mann stark, landete in vielen Booten, die dazu ausgerüstet, und
schickte sich an ihren Hönsning zu halten. So ist nämlich
das Fest geheißen, das bei derlei Gelegenheit von der
Schiffsmannschaft gefeiert wird, und das oft mehrere Tage dauert.
Spielleute in wunderlicher Tracht zogen vorauf mit Geigen, Pfeifen,
Oboen und Trommeln, die sie wacker rührten, während andere


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