Prinzessin Brambilla - E.T.A. Hoffmann - Страница 1 из 193


von E.T.A. Hoffmann Mit 8 Kupfern nach Callotschen
Originalblättern Vorwort Das Märchen
Klein-Zaches, genannt Zinnober (Berlin bei F. Dümmler 1819)
enthält nichts weiter, als die lose, lockre Ausführung einer
scherzhaften Idee. Nicht wenig erstaunte indessen der Autor, als er
auf eine Rezension stieß, in der dieser zu augenblicklicher
Belustigung ohne allen weitern Anspruch leicht hingeworfene Scherz,
mit ernsthafter wichtiger Miene zergliedert und sorgfältig jeder
Quelle erwähnt wurde, aus der der Autor geschöpft haben
sollte. Letzteres war ihm freilich insofern angenehm, als er dadurch
Anlaß erhielt, jene Quellen selbst aufzusuchen und sein Wissen
zu bereichern. – Um nun jedem Mißverständnis
vorzubeugen, erklärt der Herausgeber dieser Blätter im
voraus, daß ebensowenig, wie Klein-Zaches, die Prinzessin
Brambilla ein Buch ist für Leute, die alles gern ernst und
wichtig nehmen. Den geneigten Leser, der etwa willig und bereit sein
sollte, auf einige Stunden dem Ernst zu entsagen und sich dem kecken
launischen Spiel eines vielleicht manchmal zu frechen Spukgeistes zu
überlassen, bittet aber der Herausgeber demütiglich, doch ja
die Basis des Ganzen, nämlich Callots fantastisch karikierte
Blätter nicht aus dem Auge zu verlieren und auch daran zu denken,
was der Musiker etwa von einem Capriccio verlangen mag. Wagt es
der Herausgeber an jenen Ausspruch Carlo Gozzis (in der Vorrede zum


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