Der steinerne Mann von Hasle - Heinrich Hansjakob - Страница 1 из 285


großen alemannischen Gau aus, der die Bar genannt wird. Seine
waldigen Berge umfangen noch diese rauhe Hochebene. Auf einem
Bergkegel derselben, unweit der Quellen der Donau, erhob sich das
ganze Mittelalter herauf die gewaltige Burg und Feste
Fürstenberg, weithin leuchtend wie ein riesiger Adlerhorst. Sie
war so groß, daß in ihren Mauern noch eine kleine Stadt
gleichen Namens Schutz fand. In dieser Burg saßen im
Hochsommer des Jahres 1286 die Söhne des ersten
Fürstenbergers: Friedrich, Egino, Konrad und Gebhard, um das
Erbe, so der Vater ihnen zwei Jahre zuvor hinterlassen, zu teilen.
Dieser, Heinrich mit Namen, Graf von Urach und Freiburg, ein
Großneffe des letzten Zähringers, hatte mit seinem Bruder
Konrad die ihrem Geschlechte vom Großoheim zugefallenen
zähringischen Besitzungen im Breisgau und auf dem Schwarzwald
geteilt. Konrad nahm die ersteren mit der Stadt Freiburg, Heinrich
die letzteren mit den Städten Villingen und Hasela (Haslach).
Auf der Burg Fürstenberg schlug er um das Jahr 1250 seine
Residenz auf, nannte sich Graf von Urach-Fürstenberg und ward so
der Stammvater der Grafen und späteren Fürsten von
Fürstenberg. Sie haben viel zu teilen, die genannten
Söhne. So weit sie schauen von ihrer Felsburg herab – und
sie überschauen die ganze Baar und den Schwarzwald bis
hinüber zum Feldberg und hinab zum Kniebis – gehört
alles ihnen: Dörfer, Burgen, Wald, Wunn und Waid. Nur Städte


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