Florindo und die Unbekannte - Hugo von Hofmannsthal - Страница 1 из 38


1908   Ein Platz in Venedig, der im
Hintergrunde an die offene Lagune stößt. Nach links vorne
geht eine kleine, enge Gasse mit einem Bogen überwölbt,
ebenso geht rechts eine schiefe, schmale Gasse. Im Erdgeschosse eines
Eckhauses links ist ein Kaffeehaus, das erleuchtet ist und worin
einige Gäste Billard spielen; vor diesem stehen kleine Tische im
Freien. Der Platz ist mit Laternen beleuchtet. In einem kleinen Hause,
das mit einer Seite in dem Gäßchen rechts, mit einer gegen
den Platz heraussteht, ist im ersten Stock ein Zimmer erleuchtet.
An den Tischen sitzen: links Graf Prampero und seine Frau und rechts
gegen die Mitte des Platzes Herr Paretti. Weiter rückwärts
ein paar Schachspieler; ferner Lavache, ein Mann unbestimmten Alters
in einem dürftigen, bis an den Hals zugeknöpften Mantel, der
eifrig schreibt und eine große Menge beschriebenen Papieres vor
sich hat. Mehrere Tische sind leer. Benedetto, der Oberkellner, steht
bei den Schachspielern. Tofolo, der Kellnerbursche, bedient. Teresa
sieht aus dem erleuchteten Fenster des kleinen Hauses, man sieht sie
dann ein schwarzes Tuch um die Schulter schlagen.  
Lavache Herr Benedetto, darf ich Sie noch um etwas Papier
bitten? Sie werden Ihre Großmut nicht bereuen.
Benedetto winkt Tofolo Schreibpapier dem Herrn Lavache!
Graf Prampero ein mit dürftiger


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