Adrastea - Johann Gottfried Herder - Страница 1 из 1217


»Briefen zu Beförderung der Humanität« eine Art
Fortsetzung der »Ideen zur Philosophie der Geschichte der
Menschheit« liefern wollte, in welcher er das Beste, was er in
Herz und Seele trage, niederzulegen gedachte, so schließt sich
die Adrastea unmittelbar an jene Briefe an, deren zehnte und
letzte Sammlung zu Ostern 1797 erschien. Nach diesen, welche mit
Christus als dem höchsten Lehrer wahrer Humanität endeten,
wandte Herder sich der Ausarbeitung seiner »christlichen
Schriften« zu, die er mit dem Buche: »Von Religion,
Lehrmeinungen und Gebräuchen« vorläufig
beschloß. Sodann aber rüstete er sich zu seinem
großen Kampfe gegen Kant in seiner
»Metakritik«. Noch war diese nicht ausgedruckt, als er auf
den Rath seines Verlegers Hartknoch , der seinem eigenen
Wunsche, wieder regelmäßig mit einem größern
Leserkreise in Verbindung zu treten, entgegenkam, diesem vom
nächsten Jahre ab eine Zeitschrift in Verlag zu geben versprach,
welche das vergangene Jahrhundert darstellen, aber zugleich in
mannichfachster Weise auf sittliche und geistige Bildung hinwirken
sollte. »Mit 1800 gebe ich und Einige mit mir eine
»Aurora« heraus,« schreibt er den 5. April 1799 an
Gleim; »die Ankündigung, sobald sie gedruckt ist, sende ich
Ihnen, Memnon, Sohn der Aurora, der von jedem ersten Strahl Aurorens
tönt. Wünschen Sie ihr Glück auf ihrem leuchtenden
Wege, daß sie nicht zu bald verschwinde!« Gegen


-10     пред. Страница 1 из 1217 след.     +10