Und wer nur Gott zum Freunde hat, dem hilft er immer wieder - Johanna Spyri geb. Heusser - Страница 1 из 29


dem hilft er immer wieder« Erzählung 1.
Kapitel Basti und Fränzeli erlernen ein Lied In
Bürgeln, dem kleinen Dorf oberhalb Altorf, sind im Sommer die
grünen Wiesen mit dem duftenden Gras und den frischen Blumen
herrlich anzusehen und zu durchwandern. Schattige Nußbäume
stehen ringsum, und an ihnen vorbei, die Wiesen hinunter rauscht der
schäumende Schächenbach und macht wilde Sprünge, wenn
ihm ein Stein im Weg liegt. Am Ende des Dörfchens, wo nur noch,
von Efeu überwachsen, ein alter Turm steht, führt ein
Fußweg weiter den Bach entlang. Hier steht ein großer,
uralter Nußbaum, und unter seinem kühlen Schatten rasten
gern die Wanderer und schauen zu den hohen Felsen auf, die in den
blauen Himmel hineinragen. Wenige Schritte von dem alten Baum
entfernt führt ein hölzerner Steg über den tosenden
Bach, unmittelbar an den Berg hinan, wo der Fußweg steil
hinaufgeht. Dort steht ein Häuschen mit einem kleinen Stall
daran, höher hinauf wieder eines und noch eines und dann, wie an
den Berg gedrückt, das kleinste von allen, mit einer so niedrigen
Tür, daß kein Mann eintreten könnte, ohne sich zu
bücken. Der Geißenstall hinten ist auch so klein, daß
gerade nur die magere Geiß hineingeht, weiter gar nichts. Das
Häuschen hat nur zwei Räume, Stube und Kämmerchen
daneben, und vor der Stubentür ein Plätzchen, wo der kleine
Herd steht. Im Sommer bleibt die Haustür den ganzen Tag offen und


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