Vom This, der doch etwas wird - Johanna Spyri geb. Heusser - Страница 1 из 42


Erzählung 1. Kapitel Alle gegen einen Wenn man
den Seelisberg von der Rückseite her besteigt, kommt man auf eine
frische, grüne Wiese. Man bekommt fast Lust, sich dort unter die
friedlich weidenden Tiere zu mischen und auch einmal ein wenig von dem
schönen, weichen Gras zu kosten. Die sauberen, wohlgenährten
Kühe ziehen lieblich läutend immer hin und her. Denn jede
trägt am Hals ihre Glocke, damit man immer hört, wo sie ist.
So kann sich keine Kuh unbemerkt dorthin verlaufen, wo die von
Sträuchern bedeckte Felswand liegt, über die sie
hinunterstürzen könnte. Es ist außerdem ein ganzes
Rudel Buben dort, die schon acht geben können. Aber die Glocken
sind doch notwendig und tönen so freundlich hin und her,
daß keiner sie entbehren möchte. Am Bergabhang stehen hie
und da vereinzelt die kleinen, hölzernen Häuser, und nicht
selten rauscht daneben ein schäumender Bach ins Tal hinab.
›Am Berghang‹ heißt es hier oben und mit Recht,
denn nicht eines der Häuschen steht auf ebenem Boden. Es ist, als
wären sie irgendwie an den Berg hingeworfen worden und da
hängengeblieben. Man begreift gar nicht, wie sie da oben an den
Hang hingebaut werden konnten. Vom Weg unten sehen sie alle gleich
nett und freundlich aus mit den offenen Galerien und der kleinen,
hölzernen Treppe am Haus. Steigt man aber hinauf und kommt in
ihre Nähe, so sieht man, daß ein großer Unterschied
zwischen ihnen ist. Gleich die zwei ersten am Hang sehen in der


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