Il Pantegan - Victor Hadwiger - Страница 1 из 90


düsteren Schicksal zusammen weitab von jedem Ehrgeiz wohnt, unter
den Händlern und Huren in einem Winkel der alten Stadt, hat der
Mord eine Gasse geschminkt. Scheinbar verdrießlich grinst
Pantegan ein schmutziges Gegenüber an, fahle Wände mit
verhangenen Fenstern. Geht ein Mensch vorüber, ein betrübter
Hausgenosse oder ein neugieriges Weib, läßt er seinen Leib
weit über die Fensterbrüstung hinübergleiten und nickt
freundschaftlich. Er trägt das Amulett der Ehre, ein silbernes
Kreuz auf der Brust. Etwas Davongejagtes ist wohl in seinem Gesicht,
aber das Bewußtsein vergangener Macht hält ihn gerade, wenn
er in diesen Gedanken auf und ab geht. Oft betont er, ein braver
Beamter stürbe nicht ohne das Kreuz, und es fänden sich die
Augen der Vorübergehenden nicht so leicht hinauf zu ihm,
hätte er das Kreuz nicht. Viele wissen von ihm, manche kennen
ihn; er ist zu vielseitig, denken sie, und deshalb können sie ihn
nicht ganz lieben. Aber er sündigt doch für sie und sich,
immer noch im Zeichen dieses Kreuzes, und das macht sie gläubig.
Spät erst kommt der Tag, schiebt die Nebel zurück und
legt breites, blasses Licht in die Spalten zwischen ihnen.
Flüchtige Lichtschauer schüttet er aus über das blanke
Blech vor den Fenstern und das verwahrloste Pflaster. Plötzlich
steht alles da, was der Nebel verwahrt hatte, wie aus dem Kehricht der
Gasse heben sich die Gestalten und drängen zur Mordecke. Pantegan


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