Die Elenden. Zweiter Theil. Cosette - Victor Hugo - Страница 1 из 328


Zweiter Theil. Cosette Uebersetzt von Dr. G. A. Volchert
Berlin. J. Gnadenfeld & Co.
Erstes Buch. Waterloo I. Was man sieht, wenn man von Nivelles
kommt An einem schönen Maimorgen des Jahres 1861 wanderte
Jemand, – Derjenige, der diese Geschichte erzählt, –
von Nivelles in der Richtung nach La Hulpe. Eine Viertelstunde hinter
einem Wirtshause, auf dessen Schild! »Zu den vier Winden.
Echabeau, Privatcafé« zu lesen war, gelangte er auf der
welligen Chaussee in ein kleines Thal, wo rechts vom Wege eine
Herberge lag. Hier zog sich seitwärts neben einem Ententeich ein
schlecht gepflasterter Pfad, den der Wanderer betrat. Nachdem er
daselbst an einer spitzgiebeligen Mauer aus dem 15. Jahrhundert eine
Strecke entlang gegangen, sah er ein großes gewölbtes Thor
mit geradem Kämpfer, in dem majestätischen Stil Ludwigs
XIV., mit einem flachen Rundbild an jeder Seite. Auf der Wiese, die
sich vor dem Thor ausdehnte, lagen drei Eggen, durch deren Oeffnungen
alle möglichen Maiblumen hindurchgewachsen waren. Der
Wanderer bückte sich und betrachtete aufmerksam das untere Ende
des Gurtpfeilers, wo ihm eine merkwürdige rundliche
Aushöhlung auffiel. In demselben Augenblick öffneten sich
auch die beiden Thorflügel und eine Bäuerin trat heraus.
»Das ist von einer französischen Kanonenkugel!«
bemerkte sie zu dem Fremden. »Und das Loch weiter oben, in der


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