Ein Doppelquartett - Victor Hugo - Страница 1 из 26


Jahr heckten vier junge Pariser einen »guten Spaß«
aus. Einer war von Toulouse, der zweite von Limoges, der dritte von
Cahors, der vierte von Montauban. Aber sie waren Studenten, und wer
Student sagt, sagt Pariser. In Paris studieren heißt in Paris
geboren werden. Die jungen Leute waren unbedeutend. Jeder hat
solche Gesichter gesehen; vier Stichproben vom Typ des ersten besten.
Nicht gut und nicht schlecht, nicht gelehrt und nicht ohne Kenntnisse,
weder Genies noch Einfaltspinsel; schön von dem reizvollen April,
den man »zwanzig Jahre alt sein« nennt. Es waren
irgendwelche vier Oscars; denn damals gab es die Arthurs noch nicht.
»Verbrenne ihm Arabiens Düfte«, sang die Romanze,
»denn Oscar naht, und sehen darf ich ihn.« Man hatte den
»Ossian« in sich aufgenommen, die Eleganz war
skandinavisch und schottisch. Das reine englische Genre setzte sich
erst später durch, und kaum hatte der erste Arthur, Wellington,
in der Schlacht bei Waterloo gesiegt. Diese Oscars nannten sich
Félix Tholomyès, aus Toulouse; Listolier, aus Cahors;
Fameuil, aus Limoges; der letzte, Blachevelle, aus Montauban.
Natürlich hatte ein jeder seine Geliebte. Blachevelle liebte
Favourite, die so hieß, weil sie nach England gereist war.
Listolier betete Dahlia an, die als Kosenamen einen Blumennamen trug.
Fameuil vergötterte Zéphine, eine Abkürzung von
Joséphine. Tholomyès hatte Fantine, die Blonde genannt
wegen ihres schönen, sonnengoldenen Haares. Favourite,


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