Han der Isländer. Band 2 - Victor Hugo - Страница 1 из 196


bedeckten Berge bereist, die gleich einem weißen Gürtel den
See Smiassen umgeben, findet keine Spur mehr von dem, was die Norweger
des siebenzehnten Jahrhunderts die Ruine von Arbar genannt haben. Man
hat nie ergründen können, welcher menschlichen Bauart,
welcher Gattung von Gebäuden die Ruine angehörte, wenn man
ihr anders diesen Namen geben kann. Wenn man aus dem Walde
heraustritt, der die südliche Seite des Sees bedeckt, sofort
einen Abhang heraufsteigt, der da und dort mit verfallenen Mauern und
Thürmen besät ist, gelangt man an eine gewölbte
Oeffnung, welche in die Seite des Berges gebrochen ist. Diese
Oeffnung, welche jetzt ganz durch Erdfälle verschüttet ist,
war der Eingang einer in den Felsen gehauenen Art Galerie, die den
Berg von einem Ende zum andern durchschnitt. Diese Galerie, welche
durch kegelförmige, von Distanz zu Distanz in der Wölbung
angebrachte Luftlöcher spärlich erleuchtet war, führte
zu einer Art von länglichrundem Saale, der halb in den Felsen
gegraben und durch eine Art cyklopischen Mauerwerks geschlossen war.
Rundum in diesem Saale standen in tiefen Nischen plump gearbeitete
Figuren von Granit. Einige dieser mystischen Götzenbilder, die
von ihren Gestellen gefallen war, lagen, mit andern unförmlichen
Trümmern vermischt, auf dem steinernen Boden, überwachsen
mit Moos und Kräutern, in welchen Eidechsen, Spinnen und anderes
Gewürm ihr Lager aufgeschlagen hatten. Dieser unheimliche


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